Visby

Ringmauer von Visby. Foto: Katgo

Ringmauer von Visby. Foto: Katgo

Gotland, die Perle der Ostsee, die Insel der Orchideen, der Schafe und der Rauke-Steine, hat mit ihrer „Hauptstadt“ Visby einen ganz besonderen Schatz zu bieten. Denn die besterhaltenen mittelalterlichen Denkmäler in ganz Skandinavien findet man hier. Wer sich also in die Zeiten der Hanse zurückversetzen will – als Visby wichtigste Handelsdrehscheibe im Ostseeraum war – braucht nur durch das alte Visby zu schlendern. Die Altstadt und die 3,6 Kilometer lange Mauer („Ringmuren“) sind als UNESCO-Weltkulturerbe klassifiziert.

Das Ensemble mit Hanse-Hafen, Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert und vielen alten Wohn- und Kontorshäusern verströmt jedoch keine stille Museumsatmosphäre. Im Gegenteil: 22.000 Einwohner leben innerhalb der Ringmauer – noch heute. Die Stadt ist lebendig und wird zudem geschmückt durch die unermüdliche Arbeit des Botanischen Gartens von Visby. Dies hat Visby auch den Namen „Rosenstadt“ eingebracht.

Immer in Woche 32 im August wird Visby von authentisch mittelalterlich gewandetem Volk besucht – und für ein paar Tage in die Zeit zurückversetzt, als Waldemar IV. Atterdag, Klaus Störtebeker und die Ritter des Deutschen Ordens auf der Insel Gotland weilten. Die „Medeltidsvecka“ hat sich in über Jahre und über die Grenzen von Schweden hinaus einen Ruf gemacht: Jedes Jahr kommen allein zu diesem Spektakel rund 50.000 Besucher. Auf der vor allem bei Stockholmern sehr beliebten Ferieninsel wird es dann schon mal ein wenig eng…

Katgo, 2012