Paddan

Startklar: die Touristenboote in Göteborg. Foto: Katgo

Ein sicheres Zeichen für den Frühling in Göteborg ist die erste Fahrt des Sightseeing-Bootes „Paddan“. Mit der „Schildkröte“ des Schiffahrtsunternehmens Strömma AB ist wohl die überwiegende Zahl der Göteborg-Touristen schon einmal gefahren – denn vom Wasser aus läßt sich die Stadt nun einmal am besten entdecken. Unter 20 Brücken hindurch geht es über das ausgedehnte Kanalsystem hinaus in den Hafen am Fluss Götaälv. Begleitet von charmanten Touristenführern, die längs des Weges Fakten vermitteln und Anekdoten erzählen. Auf schwedisch, englisch und deutsch.

Göteborg ist nun einmal nah am Wasser gebaut: Im 17. Jahrhundert mit Hilfe holländischer Baumeister errichtet, liegen der Stadt dieselben Pläne zugrunde wie auch Jakarta, Indonesien – einer ehemals holländischen Kolonie. Das heißt, hier wie dort wurde ein Wallgraben zackenförmig um die Innenstadt gelegt – zum Schutz vor Angriffen und zur Entwässerung. In Göteborg ist dieser Grundriss bis heute erhalten geblieben.

Und so geben die Kanäle der Stadt ein besonderes Flair: ein wenig Amsterdam, ein wenig Venedig, bei schönem Wetter auf jeden Fall mediterran anmutend. Im Sommer werden die Lunchpakete an den Ufern des Kanals ausgepackt – und abends geht es auf eines der Disco- und Tanzboote („Styrbord babord“ oder „RioRio“). Ein grüner Gürtel verstärkt den Eindruck des allgegenwärtigen Wassers, zum Beispiel mit dem „kungsparken“ oder der „trädgårdförening“ gleich jenseits des Kanals.  Was für den Toursiten pittoresk wirkt, begrenzt zugleich die Ausdehnung der „innerstaden“. Viele halten die eigentliche City für zu klein – zumindest im Verhältnis zu Göteborgs stattlicher Einwohnerzahl, über 500.000.

Beste Lage am Kanal: die Feskekôrka, Göteborgs „Fisch-Kirche“. Foto: Katgo

„Paddan“ soll es recht sein – so liegen wenigstens alle Sehenswürdigkeiten kompakt und zentral entlang der Wasserwege. Die Touren ab Kungsportsplatsen sind ein Klassiker und werden von der derselben Firma durchgeführt, die übrigens auch die nostalgischen Götakanal-Schiffe betreibt.

50 Minuten Bootsfahrt kosten in der Saison 2016 schon 170 Kronen, doch dafür sieht man auch wirklich alles, was in Göteborg von Belang ist: Fêskekôrka, Stadtmauer, Hafenkräne, Läppstift-Hochhaus, Marina und Schifffahrtsmuseum.

Infos zum Kanalfahrt-Angebot:

Paddan

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Vorbei an Hafenkränen auf dem Fluss Götaälv. Foto: Katgo

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