Skifahren ist kein Tanz auf Rosen

Autsch…! Ich könnte ja jetzt über meine blauen Zehen berichten, um das Thema einzuleiten, das seit Wochen unseren Alltag bestimmt. Ihr kennt doch bestimmt diese Bilder von geschundenen Ballerina-Füßen, die ein Leben lang in Spitzenschuhe gezwängt waren. Dieser Schmerz ist mir bislang erspart geblieben (ich war 14, als mein Papa mir die Ballerina-Träume mit den wohlbekannten Argumenten austrieb…); Aber heute weiß ich, wie er sich anfühlen muss.

Dabei habe ich gar nicht getanzt. Jedenfalls nicht richtig… Zum ersten Mal hab ich auf Skiern gestanden und versucht über den Schnee zu gleiten wie über das Parkett. Mit schlanken, eleganten Langlauf-Skiern, die den Nachteil haben, dass man keineswegs elegant mit einem Fuß übertreten kann, wenn man die Balance verliert. Und mit Ski-Schuhen, die vorn so eng zulaufen, dass ich heute Ballerina-Zehen habe. (Zugegeben: das hochspezialisierte Sportgerät war wohl einfach ’ne Nummer zu klein… :p)

1.2 km überdachte Loipe im Skidone Kviberg, Göteborg.

1.2 km überdachte Loipe im Skidone Kviberg, Göteborg.

Die neue Welt des Wintersports eröffnete sich mir durch einen weihnachtlichen Gutschein für das kürzlich eröffnete „Skidome“ . Das Skidome ist eine Multisportarena in Göteborgs Osten mit einem klimatisierten Kellergeschoss voll Kunstschnee! Hier kann man auf 1,2 Kilometern Loipe seine Runden drehen, wenn es in Göteborg mal wieder nicht schneit. Und warum sollte man sich das antun? Na klar, weil Anfang März der berühmte => Vasalauf vor der Tür steht!

Dazu muss man wissen, dass der Schwede und die Schwedin „an sich“ es als Meilenstein ansehen, einmal im Leben beim Vasalauf mit dabei zu sein! (und – als Steigerung – auch gleich bei den anderen drei Extremsport-Veranstaltungen, die zusammen mit dem Vasalauf den => „svensk klassiker“ bilden).

Keine Sorge: Ich selbst werde nicht antreten, um 90 (in Worten: neunzig) Kilometer auf Skiern von Sälen nach Mora zu staken. Aber der liebe Schwede an meiner Seite will das schon! Und so bin ich zwar keineswegs ski-sicher, aber trotzdem Trainer und Motivator für einen potenziellen Vasaläufer; Und somit auch zwangsläufig in alle theoretischen Details und nördigen Geheimnisse dieses Sports eingeweiht. Ein Sport, der von Ausrüstung, Wetter und der richtigen Technik so abhängig ist wie kaum ein anderer.

Aber Lust hätte ich ja schon… Ski fahren zu können und selbst über die schneebedeckten Weiten des schwedischen „Herzlandes“ Dalarna zu gleiten. Es müssen ja nicht gleich 90 Kilometer sein!

Der weihnachtliche Gutschein hat auf jeden Fall seinen Zweck erfüllt. Die Neugier ist geweckt. Nur leider haben meine Füße den Start in die Skilauf-Leidenschaft verpasst.

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