Nochmal studieren…?

Nochmal studieren? Ja, warum eigentlich nicht. Ab nächsten Montag geht es los – ich belege eine halbjährige Ausbildung zum Onlineredakteur an der „folkhögskola Kalix“. Auf Distanz, weil: Kalix ist rund 1300 Kilometer von Göteborg entfernt. Und alle, die die Neuigkeit erfahren, sind erstmal ganz erschreckt: „Was? Du gehst nach Kalix?“ – Nein, ich werde nur noch öfter vor dem Computer sitzen…

Die Idee kam von einer (schwedischen) Freundin, die noch ein Stück älter ist als ich und seit letztem Jahr ihre Ausbildung in Buchführung , Steuerrecht und Revision auf den neuesten Stand bringt. Ganz normal, an der Göteborger Uni. Genau wie die jungen Hüpfer von 20 Jahren – oder wie die alten Füchse, die nochmal draufsatteln wollen. Es scheint in Schweden nicht so ungewöhnlich, auch jenseits der 35 noch – oder wieder! – zu studieren. Dabei mischt man sich fröhlich unter’s Jungvolk, denn die Hochschulen und Unis nehmen immer auch einen gewissen Anteil solcher Leute auf, die bereits anderweitig ausgebildet sind.

Da ich allerdings schon einmal so richtig an einer Universität „versackt“ bin, musste ich mir diesmal etwas „Strafferes“ aussuchen. Etwas, wo ein Ende abzusehen ist. Handfester Abschluß inklusive! Gesucht und gefunden hab ich meinen kurzen Studiengang bei www.studera.nu. Alle Zugangsvoraussetzungen und auch das Zulassungsprocedere  (gerade auch für ausländische Studenten) stehen dann bei www.antagning.se. In meinem Fall musste ich mich allerdings direkt in Kalix bewerben: mit meinen Schul- und Arbeitszeugnissen, einem persönlichen Schreiben (Thema: „warum ich gerade Webbredaktör werden will“) und dem offiziellen Formular.

Ich gehe davon aus, dass der „Webredakteur“ auf dem aufbaut, was ich kann, und mich bringt, wohin ich will. Im Gegensatz zu früher weiß ich das heute nämlich – zum Glück. Doch nach wie vor fällt die Wahl auf das, was mir am meisten Spaß macht! Weil der Redakteur künftig vor allem ein „Datanörd“ sein wird, bilde ich mir ein, durch die neue Ausbildung mehr Jobchancen zu haben. Etwas unabhängiger von der schwedischen Sprache und doch in meiner Branche bleibend. Stellenanzeigen für Redakteure gibt es hier ohnehin nicht, – aber der „Webbredaktör“ – der wird hin und wieder gesucht.

Ich habe nicht gesagt, dass es einen Markt für das gibt, was am meisten Spaß macht. Aber genau darum drücke ich ab Montag nochmal die Schulbank. Wünscht mir Glück „in Kalix“.

Leider kein Foto aus Kalix, aber das kommt ja vielleicht noch. Hier das Unigebäude in Göteborg, Vasagatan. Foto: Katgo

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