Zeitraffer

Ich bin schon ein ziemlich mieser Blogger… schreibe am wenigsten, wenn am meisten passiert. Seit September geht das nun so, und die Muse fragt sich, ob sie auch nochmal zum Zuge kommt…  Vieles geschieht gleichzeitig; Dinge, die ich selbst erst einmal sortieren muss oder die schlicht keinen etwas angehen. Zudem hatte meine Anmeldung bei Facebook genau den Effekt, den ich befürchtet hatte: Ich tummel mich nun öfters dort – teils aus Bequemlichkeit, teils, weil man einfach dichter an Leuten und Lesern dran ist als im Blog.

Trotz der vielen Ereignisse und Aktivitäten fühle ich mich zur Zeit ein wenig wie ein buddhistischer Mönch, der das Experiment wagt, ein Leben ohne die lohnabhängige Vollzeitbeschäftigung zu führen. In vielen Momenten scheint es mir möglich – und das versetzt mich in Höhenflüge. Mein eigener Chef zu sein, über die eigene Zeit und Arbeitsweise zu verfügen und nicht zuletzt: mit der Person zusammen zu sein, wegen der ich überhaupt hergekommen bin!! Da gelingt es mir sogar, allmählich die „german Angst“, den Pessimismus und all das üble Zukunfts-geunke abzulegen. Ich lebe nämlich jetzt – und das mache ich dabei:

Spätsommer an der Göltzschtalbrücke, Foto: kat

– Die letzte schöne Spätsommerwoche des Jahres habe ich in Germany verbracht. Genauer gesagt in Thüringen, die alte Heimat meiner Vorväter, väterlicherseits…

– kat.MEDIA hatte im September die beste Auftragslage seit ihrer Gründung. Und das ist auch gut so, wenn man bedenkt, dass mein Gründerzuschuss („starta eget bidrag“) ausgelaufen ist.

– Schweren Herzens hab ich der Firma abgesagt, die mir den 11-monatigen Vertretungsjob als Übersetzerin angeboten hatte, zum einen wegen meiner eigenen Firma, zum anderen…

– …weil ich mich demnächst in ein – schwedisches – Krankenhaus begeben muss. Eine Premiere, die ich lieber vermieden hätte, aber was muss, das muss …

– Stattdessen hab ich einen Extrajobb angenommen, der mir ausgezeichnet in den Kram passt. Immer nachmittags, als Ausgleich zu meiner brütenden Schreibtischarbeit und nicht weit von zu Hause, jobbe ich seit Oktober in einem … Zahnlabor!

– Es gibt eine Gruppe „Deutsche Ladies in Göteborg“, die regelmäßig Mingel / Afterworks veranstalten. Jetzt war ich einmal mit dabei – im „Café and the bakery“. Sehr nett – und mit Sauerteigbrot!

– Ich habe meinen Gutschein für ein Kurssemester im „dansforum Göteborg“ eingelöst und bin inzwischen überzeugt, dass Ballett genauso ist wie Fahrrad fahren: Wenn man es von klein auf macht, verlernt man es nie!

– Oh, und wir haben ein Sofa bestellt, das pünktlich zur Adventszeit kommen soll. Schwedische „Myskvällar“ = Gemütliche Abende mit Glögg und Pfefferkuchen sind also garantiert… Da freut man sich sogar auf den Winter ^^

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