Wochenend-Blog: Nationaldagen

Nationalfeiertag im Slottskogen-Park, Foto: katgo

So, nun ist es auch geschafft – dieses sonnige Wochenende, das mit Christi Himmelfahrt begann und durch den schwedischen Nationalfeiertag bis einschließlich Montag verlängert wurde. Getoppt durch den wohl heißesten Tag des Jahres, mit 30 Grad im Schatten. Da verwundert es nicht, dass zu den Nationaldags-Festlichkeitkeiten im Göteborger Slottskogen mindestens 20.000 Menschen kamen. Zu einem Konzert der Göteborger Symfoniker unter freiem Himmel – auch dies bereits Tradition.

Dabei wurde nicht so sehr die Nation gefeiert, sondern vielmehr der Sommer. Vielen kam der freie Montag einfach gelegen, bei gutem Wetter ins Grüne zu ziehen, von klassischer Musik berieselt zu werden, die Kinder von der Leine zu lassen… Natürlich wehten die blau-gelben Fahnen stolz im Wind, man sang „Allsång“ und aß gekochte Krabben. Alles in allem ein sehr schwedischer Tag. Doch es gab auch ein paar Europäer im Publikum… 😉

Europäer in Schweden, Foto: katgo

Schwedisches Brauchtum mit Fideln und Trachten zeigte natürlich der Folksdansring Göteborg – auf dieser zauberhaften Tanzdiele, die draußen im Grafnäsgården steht. Daneben Stände für altes Heim-Handwerk wie Brettchenborten und Filzen. Und natürlich der obligatorische Kaffee samt selbstgebackener Leckereien.

Kaffe und Bulle, Foto: katgo

Erstaunlich, dass die Schweden diesen 6. Juni noch gar nicht so lange „richtig“ feiern. Erst seit 2005 ist es ein arbeitsfreier Feiertag – und hätte man einen Schweden vor 20 Jahren gefragt, wann und warum eigentlich Nationalfeiertag ist, hätten viele das gar nicht beantworten können. Mein Freund stellte die Theorie auf, dass die Schweden sich diese Feierei in blau-gelb eigentlich erst von den Norwegern abgeguckt haben, „denn für die ist ihr 17. Mai der größte Tag im Universum“. Also im Prinzip hätte man einen Grund zum Feiern gesucht. Und gefunden!

Fideln und Trachten, Musik und Tanz, Fotos: katgo

Nun ist ja der Slottskogen-Park unser Heimat-Terrain – hier gehen wir oft unser „Mittagsgassi“, grillen oder führen neue Sportarten wie „Indiaka“ ein (dazu demnächst mehr). Und so finde ich es jedes Mal ein bißchen nervig, „slottis“ mit sovielen Leuten wie gestern am Nationaltag zu teilen. Dann schon lieber Blaue Stunde in der „Villa Belparc“ – denn auch die konnten wir an diesem schönen Wochenende genießen.

Und am Ende der Straße liegt ein Haus am See... Foto: katgo

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