Runter von der Fähre, rein ins Büro

Wo geht die Reise hin im Schweden-Boot?

Für alle werten Mitleser, die inzwischen nicht mehr durchsteigen: Ja, ich arbeite gerade wieder – angestellt und Steuer zahlend – in der Firma, die ich bereits im Frühling kennen gelernt habe. Mein Interesse hatte ich bereits im September angemeldet und im Stillen immer auf sichere Rückmeldung gewartet – denn ich wusste: im Herbst haben sie wieder Auftragsspitzen.

Und so kam es dann auch. Als ich letzten Freitag Abend in Fredrikshavn stand – auf die Fähre wartend, im Auto dösend – rief mich die Personaldame an. Ob ich am Montag kommen könnte? Klar… wir sind ja ebenso flexibel wie finanziell verzweifelt, dachte ich etwas zynisch bei mir.

Aber es ist ok.. Schließlich liegt mein Antrag auf „starta eget“ / geförderte Firmengründung noch immer zwischen den Mühlsteinen der Bürokratie. Das Arbeitsamt in Hamburg war übrigens schneller als das von Västra Götaland: Denn aus Deutschland kam letztens das PDU1 – die Bestätigung der bisher „eingezahlten“ Zeiten in die Arbeitslosenversicherung. Samt Höhe meines letztens Gehalts, auf dem eventuelle Auszahlungen hier in Schweden basieren könnten (60 Prozent?! „Juhu!!“). Ich hoffe, mein Arbeitsamt-Patrick ist in dieser Hinsicht kooperativ.

Doch seit wir unsere gemeinsame Liebe zu Frankreich entdeckt haben, scheint alles möglich: Beim letzten Gespräch, zu dem mich Patrick bat, ging es letztlich nur um das Elsass und wie man Jambonneau bestellt. Doch ich weiß, dass es auch anders geht und nicht alle Behörden-Mitarbeiter so gemütlich sind…

Es bleibt auf jeden Fall spannend. Und das ist genau nach meinem Geschmack!

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3 Gedanken zu “Runter von der Fähre, rein ins Büro

  1. umph … 60% ??? ich druecke dir die daumen! ich bekomme fuer mein u01 (aber eben nicht starta eget das weisst du ja) leider nicht einmal 25% aber ich habe mir jetzt von meinem arbeitgeber nochmal eine jahreseinkommensbestätigung geben lassen und probiere es mit einem „omprövan“!
    viel glueck ich drueck die daumen! und gratuliere das du voruebergehend wieder einen job hast – ich wäre so froh wenn das bei mir auch klappen wuerde aber ich habe mal wieder die x.te absage bekommen wegen meiner schwedischkenntnisse. die schweden sind so direkt, die umschreiben das nichtmal mit den typisch deutschen absagefloskeln. eher sowas wie „machen sie sich gar keine hoffnungen“

  2. Ich dachte, das wäre gerade nicht typisch schwedisch, so direkt zu sein… Hier reden immer viele um den heißen Brei herum: jeder hat „kompetens“ und „kvalifikationer“, niemals Defizite 😉 – und wenn man einen Job nicht kriegt, liegt es nicht an dir selbst, sondern nur am Arbeitsmarkt. Hmmh…

  3. Pingback: Endlich Montag? « Nach Schweden

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