Sag’s auf schwedisch!

Es gibt jetzt Nachricht über den gebuchten Sprachkurs, der mich ab 15. Februar zum Schwedisch-Profi machen soll. Hehre Ziele – und ein holpriger Weg. Im „Europäischen Referenzrahmen“ werden Sprachkurse in einheitliche Levels eingeteilt, damit man überall seine Kurse anfangen und fortsetzen kann – und immer weiß, wo man gerade steht. Die Niveaus heißen ansteigend A1, A2, B1, B2, C1, C2. In der deutschen Volkshochschule war ich bis einschließlich A2 gekommen, obwohl am Ende noch einige Kapitel unseres Lehrbuchs übrig waren.

Der Einstiegstest auf der Homepage der Göteborger „Folkuniversitet“ machte aus mir allerdings schon einen Kanidaten zwischen A2 und B1. Mutig wie ich bin, habe ich B1 gebucht – doch der kommt leider nicht zustande, wie ich in meinem ersten schwedisch-sprachigen Telefonat erfahren habe. Weil dieser Bildungsträger die Kurslevels aber nochmals verfeinert – in „A2 plus“ und „B1 plus“ – und diese zur gleichen Zeit am gleichen Ort anbietet, habe ich neue Alternativen.

Ich muss somit am ersten Kurstag herausfinden, welches Niveau besser für mich passt. Nach der standardisierten, europäischen Kurslogik wäre „A2 plus“ anscheinend genau das Richtige, vertieft es doch nochmal, was wir in der VHS am Ende nur gestreift oder durchgehechelt haben. Andererseits weiß ich, wie ich in Hamburg oftmals unterfordert war. Und nicht genug zum Sprechen gekommen bin. In „B1 plus“ wäre ich hingegen ein totaler Underdog, hätte aber viele gute Vorbilder, Ansporn und Erfolgserlebnisse.

Ich brauche das Sprech-Training, muss regelmäßig gefordert werden. Ansonsten bleibt es bei einer Ansammlung theoretischen Wissens. Das hilft mir gerade jetzt nicht mehr weiter. Wenn ich mir auch im Kopf schöne Sätze zusammenfüge, kommen sie längst noch nicht leicht über die Lippen. Und ich habe natürlich den Anspruch, zumindest mit den Leuten reden zu können…

Demnächst steht der Weg zum Arbeitsamt an – und hoffentlich auch das ein oder andere Vorstellungsgespräch. Telefonate, Anfragen… Mein Ehrgeiz ist es, dies alles schon auf schwedisch zu bewältigen. Dass ich privat zu wenig die neue Sprache spreche, wundert viele. Und ist doch ein häufiges Phänomen: ein Paar bleibt meist bei der Sprache, mit der es sich kennengelernt hat. Bei uns englisch. Ausgerechnet! Aber das fühlt sich im stillen Kämmerlein einfach noch vertrauter an. „Da draußen“ hingegen, daran halte ich mich jetzt, wird aber ab sofort nur noch schwedisch gesprochen!

Homepage der „Folkuniversitet“

Sprachtest nach europäischem Referenzrahmen

Advertisements

Ein Gedanke zu “Sag’s auf schwedisch!

  1. Pingback: Der Sommer im Limbo | Nach Schweden

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s