Rock'n'Roll beim China-Mann.

Mit Mikkey Dee beim Mittagstisch

Für viele Hardrock-Fans war der letzte Jahreswechsel eine traurige Zeit. Lemmy, die Legende, der verruchte und bewunderte Frontmann von Motörhead, ist von uns gegangen. Ohne ihn, so die stille Erkenntnis der trauernden Fans, würde zwar seine Musik unsterblich werden; Aber was würde aus den anderen Bandmitgliedern werden? Der Drummer Mikkey Dee muss sich das auch gefragt haben. Der 52-jährige Göteborger war seit 1992 Mitglied der Band und wurde von Lemmy auf der Bühne oft als „best drummer of the world“ präsentiert…

Göteborg ist wert, gezeigt zu werden. Die Frage ist nur: Wie?

Noch ein Guide für Göteborg?

Ein kurzer Ruf aus dem Sommerloch, aus dem ich gerade mühsam wieder hervorkrieche…

Für mich als Freelancer ist der Sommer ja immer ein wenig zeitversetzt. Da wird noch Mitte Juli rangeklotzt, bis auch wirklich alle in den Urlaub gehen; und danach braucht es seine Zeit, bis die Maschinerie wieder ins Rollen kommt. Inzwischen haben wir September: Der IKEA-Katalog ist da und gibt das Herbst-Motto aus: „Mach dich frei von hohen Erwartungen!“ – Nicht gerade das beste Omen in Sache Jobs und Aufträge…

Foto: Katgo

Klädesholmen: Inselglück im Schärengarten

Durch das rege „Vereinsleben“ und die wunderbaren Menschen, die ich dort treffe, komme ich alljährlich im Sommer für ein Wochenende nach Klädesholmen. Klädesholmen ist ein Eiland, das der Insel Tjörn westlich vorgelagert ist. Im zerfurchten Schärengarten an Schwedens Westküste ist das Inselhopping vom Festland aus ein leichtes Spiel. Aber auf Klädesholmen hat man wirklich das westliche Ende des Archipels erreicht, und es heißt, man kann von hier aus einen geraden Strich bis Schottland ziehen – ohne dabei einmal auf Land zu stoßen.

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Gagliarda ist Lebensqualität

„Eine synchron getanzte Gagliarda ist echte Lebensqualität!“

Das ist das Motto der „Damen und Kavaliere“, die jeden Mittwoch zum Training im Renaissanstanz-Verein „Gratiosa“ zusammenkommen. Gut versteckt zwischen Künstlern und Designern in den Räumen des Göteborger „Art College“ schreiten, gleiten und hupfen wir über das Parkett, bzw. den PVC-Boden, der mit Farbsprenkeln und Kohlstift-Staub übersäht ist. Dabei rechnen wir unsere Schitte in „simple, simple, double“, bis wir eine elegante Choreografie zusammenbekommen.

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Der Sommer im Limbo

So richtig schwedisch bin ich wohl immer noch nicht, denn das ganz speziell-schwedische Mittsommer-Feeling geht mir irgendwie ab. Ein kluger Mann hat es beschrieben, und es erinnert mich exakt an den Tag vor Weihnachten. Das ist so ein Tag in der Schwebe und in stiller Vorfreude, – da fängt man nichts mehr Neues an, und all die hochtrabenden Pläne liegen flach. Die nächsten drei Tage sind ohnehin nicht alltäglich, sondern feierlich… Und so malt man sich aus, wie schön es wohl wird am Weihnachtstag, wenn man „nach Hause fährt“ und die Familie wiedersieht. So ist es in Schweden zu Mittsommer!

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Das Kreuz mit dem Mittsommer

In die Reihe witziger Midsommar-Werbespots (man erinnere sich an IKEAs „Schlacht-Fest“) passt der aktuelle Film der schwedischen Lebensmittelkette ICA.
Wie man sieht, können die Schweden über sich selber lachen: Zum perfekten Klischee der Mittsommernacht ist es ein langer Leidensweg, der Mittsommerbaum ist das Kreuz, das wir alle tragen müssen. Und wie jedes Jahr macht das Wetter einen Strich durch die Rechnung, – sicher auch den Lebensmittelhändlern, die alles für ein gelungenes Grillfest vorhalten. Muss man (wieder mal) drinnen feiern, bleiben einem nur Sill, Schnaps und Erdbeeren. Aber die gibt es natürlich auch bei ICA.

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Schilda lässt grüßen in Göteborg

Liebe Göteborg-Besucher… Ihr seid jetzt wieder sehr zahlreich und genießt es, unsere schöne Stadt zu besichtigen. Ihr promeniert in aller Ruhe und bewundert die stattlichen Bürgerhäuser, die blauen Straßenbahnen und die vielen hippen Geschäfte. Dann kommt Ihr vielleicht auch zum Götaplatz mit seinem Kunstmuseum, dem Theater und dem Konzerthaus – und Ihr folgt dem Blick der großen Poseidon-Statue, hinunter auf die „Prachtstraße“ Avenyn. Da fällt Euch ein lustiges Wasserspiel ins Auge, mt schmalen Fontainen, aufgereiht inmitten der Avenue, immer in Bewegung und stimmungsvoll beleuchtet. Doch leider, liebe Besucher, ist das keine Sehenswürdigkeit, sondern eine einzige Katastrophe…

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Alles Nerds…! Ich liebe sie!

Ein Nerd muss tun, was ein Nerd tun muss. Am 25. Mai ist Tag des Nerds und – wie passend! – am Wochenende darauf hat „Warcraft“ Kino-Premiere. Der Film zum Spiel, das mich und Millionen andere in den Bann und viel oft vor den Bildschirm gezogen hat. Klar kennt jeder heute World of Warcraft oder „WoW“: Das MMORPG ist ja schon Mainstream und damit ein milliardenschwere Business. Aber hat man die Welt von Azeroth seit dem erstem Singleplayer-Titel „Warcraft Orcs & Humans“ bereist, sich in die Multiplayer-Madness gestürzt mit durchwachten Rollenspiel-Nächten und planstabsmäßigen Raids, – dann hat man schon ein besonders „nerdiges“ Verhältnis zu Warcraft…

Von Swedish_monophthongs_chart.png: Jeffrey Connell (IceKarma)IPA_vowel_trapezium.svg: Moxfyre (talk)derivative work: Moxfyre (talk) - Swedish_monophthongs_chart.pngIPA_vowel_trapezium.svg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6206786

Wie Vokale mich zum Wahnsinn bringen

Was mich an der schwedischen Sprache auch nach sieben Jahren Lernen noch zur Verzweiflung bringt, sind nicht etwa die nordischen Konsonanten oder die lustige Sing-sang-Sprachmelodie. Es sind die Vokale, die man beim Sprechen einfach so mitnimmt ohne groß drüber nachzudenken. Aber genau diese Vokale entlarven dich zweifelsfrei als Deutsche – und der korrekte schwedische Selbstlaut ist in der Eile des Gesprechs nur schwer zu artikulieren.

"Det satt en mås..."

Nachbarin Möwe macht sich unbeliebt

Zum Frühling in meiner schönen Stadt Göteborg gehören nicht nur Gelato und Grillen im Park, sondern auch das Drama um die Möwenjungen. Unsere weißen Stadtvögel haben ja naturgemäß ganz nah am Wasser gebaut, und ihre ausgedehnte Schreie sind im Frühling besonders wehklagend. Denn die Möwen bekommen Junge, und das zwischen vierspuriger Ausfallsstraße, Wohnquartier und belebter Fußgängerzone.